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Draußa worsch ganz ooßig kaalt,
aach oa Schnie hoots nie gefaahlt,
die Weistritz woar fost zugefror`n,
warm verpackt worn Hols on Ohr`n.
Grimmig pfiff der Wend em`s Haus,
on war ne mußte, ging ne raus.
Die klänn Häusla woarn fost zugeschneit,
denn, es woar joo Weihnachtszeit !
Heilig Obend woar, mier Kinder voller Ungeduld,
hätta Eiberscherung längst gewullt.
Wenn die erschta Sternla blinka,
gibt`s zu assa on zu trinka:
Broatworscht gibt`s on Kartoffan gestompft
on dos selbstgemachte Sauerkraut dompft ! –
Uff äämool lätt`s, wie sänn mehr froh !
Denn etza woar dos Christkindla doo.
Doo stond ar nu, der Chrestbaam ei voller Pracht,
dan Voter gehullt hoat erscht vergang`ne Nacht.
Wie roch`s ei ons`rer Stube schien
noach Pfafferkucha, Lichtla on Tonnagrien.    

Fier olle hotte`s Chrestkindla wos hiegeläät
wie honn mer Kinder ons gefräät !
Mit Äppan on Pfafferkucha
ging Mutter die Ziecha eim Stolle besucha –
„Unser Heiland heute geboarn“ sääte Mutter,
„aach Ihr sollt`s erfoahrn !“
Die Ziecha soache se verwundert oa,
ob s`es verstonda ? Fost glääbte ich droa.
So langsam ging`s zu uuf Mitternacht,
mier hon zur Chrestnacht ons uuf aa Wääg gemacht.
Der Schnie knerschte onder uns`ra Fissa,
de Braate knackta, ols mer iber die Bricke missa.
Die Weistritz gluckste zwischa`m Eise wie eim Traame,
Schnie fiel leise voo dickverschneitem Baame.
Ei Frieden loag der Puusch eim Mondaschein,
ma kunnt baale denka, alläne uuf der Welt zu sein.
Vier der Kärche soach ma die Leute schunt stieh`n,
nächste Weihnachta miß mer nooch zeitiger gieh`n.
Nun ertönte die Orchel, Kerzaschein `s Krippla erhellt:
„Frieden den Menschen auf der ganzen Welt“.



 
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